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Norma / Oper Frankfurt

“Das Ereignis des Abends ist zweifellos die Norma der Elza van den Heever. Ob Koloratur oder Rezitativ, weit geschwungene Melodielinie oder entsetzter Ausruf, dieser Gesang bebt von emotionaler Intensität, setzt aber nie auf billige Effekte.”

Deutschlandfunk

“…die anfangs darstellerisch eher verhaltene und im Ton eine Spur zu direkte Norma wird in Frankfurt zu einer in allen Facetten schillernden Figur, gesungen von einer Sopranistin, die genau angesetzte Forte-Attacken ebenso sicher beherrscht wie samtweich hingehauchte Pianissimi, die Koloraturen nicht nur ohne Verluste meistert, sondern mit einem reichen Spektrum an Klangfarben auskleidet… Auch darstellerisch gibt die Sopranistin alles. So entwickelt sich die Titelheldin von einer verhärteten, verhärmten, ja geradezu vermännlichten Funktionsträgerin zu einer Figur, deren emotionale Achterbahnen zwischen Liebe, Hass, Wut und Verzweiflung etwas packend Archaisches haben. Den extremen Gefühlen und Handlungen einer Medea und Elektra ist diese Norma ganz nah.”

Stuttgarter Zeitung

“Gerade im Vergleich mit der mezzowarmen Gaëlle Arquez als Nebenbuhlerin und unschuldig verführter Adalgisa treten die besonderen Fähigkeiten der Elza van den Heever zu Tage. So bewegend die nervenzerfetzenden Terzenduette der beiden Konkurrentinnen um Pollione auch betören, die von Verrat über Verführung bis zum edlen Beweis der Frauenfreundschaft reichen: Immer gelingt es der südafrikanischen Sopranistin, mit der untrennbaren Melange aus höchster Belcanto-Kunst und raubtierhafter Gefährlichkeit alle Blicke auf sich zu ziehen. Sie ist Machthaberin und Mutter zugleich, milde Liebende und mondsüchtige Priesterin, reißt die Arme weit auseinander, wenn sie ihr gleißend hohes C ins Halbrund schleudert, aber auch voll zärtlich glimmender Sanftheit in der Fürsorge zu ihren Kindern.”

Frankfurter Neue Presse

“Die beherrschende Solistin ist natürlich Elza van den Heever als Titelfigur. Dabei ist sie weniger Ehrerbietung heischende Oberpriesterin als innerlich zerrissene menschliche Tragödin. Stimmlich kann sie mit ihrem manchmal leicht verschleiert wirkendem Sopran der Rolle prägnanten Ausdruck verleihen. Besonders in der Höhe entwickelt sie dabei große voluminöse Farbigkeit mit mächtigem Ausdruck.”

Online Merker

“Dann schlägt Elza van den Heevers große Stunde, denn das ehemalige Frankfurter Ensemblemitglied hat sich dem schmucklosen, drastischen und derben Habitus ihrer Auftrittsformatierung vollkommen anverwandelt. Am Boden hockend, auf Tisch und Stuhl, mit Stühlen um sich werfend, mit den Fäusten um sich schlagend, springend, sich krümmend. Eine Frau in den Trümmern ihres Espressivo-Korsetts alle ihre Mitstreiter an die Wand spielend. Gaëlle Arquez als Adalgisa hat manchmal Gelegenheit, sich diesem Furor zu stellen – vor allem im Solidarisierungsduett „Si, fino all’ore…“. Vorher, bei der Offenbarung ihrer Liebe zu Pollione gelingt dabei Elza van den Heever die schönste Passage mimischer Co-Passion, gedenkend ihres eigenen, vergangenen Glücks.”

Frankfurter Rundschau

“Bis zum Ende der Premiere wachsende Jubelstürme löst die Sopranistin Elza van den Heever in der Titelpartie aus: Normas Eingangs-Cavatine „Casta diva“ mag mit ihren Koloraturen und Verzierungen für das ehemalige Frankfurter Ensemblemitglied zwar im Grenzbereich des Möglichen liegen. Ihre weitere dramatische Verortung der Partie, darunter ihre zwingenden Spitzen und schneidend intensiven leisen Passagen, machen diese neue Frankfurter „Norma“ insoweit aber zum vokalen Großereignis”

Allgemeine Zeitung

“Bei der Premiere in der Oper Frankfurt zeigte die Sopranistin Elza van den Heever gestern schon bis zur Pause in der Titelpartie, dass die gallische Oberpriesterin von ihrem Doppelleben innerlich zerrissen ist: einerseits die charismatische Führerin spielt, anderer seits die sorgende Mutter zweier Kinder un Polliones Geliebte sein will.”

Frankfurter Allgemeine

“Sie ist bei dieser Inszenierung einer besonderen Belastung ausgesetzt, weil sie die immensen anstrengenden Vorgaben der Regie umsetzen soll und gleichzeitig im gesanglichen Bereich den enormen Anforderungen entsprechen muss. Beides hat sie mit Bravour gemeistert und kann sich in die obere Rangliste der heutigen “Normas“ einreihen.”

Online Merker

In der Titelrolle scheint die gebürtige südafrikanische Sopranistin Elza van den Heever in der Rolle ihres Lebens zu sein. Fast schon unglaublich, wie intensiv sie sich der Rolle hingibt und Normas widerstrebenden Gefühlen von rasender Eifersucht, Wut, Verzweiflung, aber auch von Sehnsucht und Liebesbedürftigkeit Ausdruck verleiht und sie als starke Frau von heute zeichnet. Die gesanglich überaus anspruchsvolle Partie, die ja auch gerne mit der legendären Maria Callas in Verbindung gebracht wird, meistert sie vortrefflich und das Publikum scheint währenddessen den Atem anzuhalten.

KulturFreak

“Elza van den Heever – was für eine Norma! Schon mehrfach hat sie, die einmal Ensemblemitglied war, in Frankfurt gesungen und immer wurde sie begeistert gefeiert. Ihre Norma ist ein Höhepunkt. Sowohl sängerisch, als auch darstellerisch ist sie eine emotional-extreme Titelheldin. Ihre Stimme anfangs noch verhalten, entfaltet im Lauf des Abends ihr enormes Können, Stimm-Artistik pur. Tiefe, höchste Höhe, eine unglaubliche Spannweite ihrer Stimme muss sie bewältigen. Ihre Wut- und Hassausbrüche sind markant und ihre mütterlichen, ihre der Liebe gedenkenden Augenblicke sind von überwältigender Zartheit, ein Pianissimo vom Feinsten.”

Feuilleton Frankfurt

“Dès son premier récit « Sedizione voci », Elza van den Heever impose une autorité mystique qui lui est propre. Une attitude presque masculine pour dépeindre la femme à fort caractère qu’est Norma, matérialisée par un bas-medium d’une intensité profonde, qui concourt à un effet édifiant et dramatiquement tendu. C’est encore plus vrai dans son tempo di mezzo « Oh non tremare » où la largeur s’impose aux ornements di bravura et où les contre-ut découlent d’attaques à nu après des sauts de douzième, ou bien encore les trilles dans les bas-medium du « I Romani a cento ». Cette Norma rugit mais distille aussi une poésie étrange. La soprano dramatique affirme également des aigus amples et brillants, tantôt flottants, tantôt appuyés – des aigus relatifs toutefois puisque la tessiture du rôle-titre ne dépasse pas le contre-ut et qu’il s’agit souvent de si ou si b. Tout au long de son interprétation, le rayonnement de la voix s’y fait pur magnétisme grâce à un délié vocal à couper le souffle, magnifiant un art de tragédienne porté par une projection des mots signifiante pour une autorité décuplée. Des coloratures nourries d’harmoniques, des cantilènes réussies car suspendues… La fameuse cavatine « Casta Diva » est ce soir une belle leçon de bel canto : longueur de souffle, art du son filé, mezze voci impalpables puis coloratura di bravura, et fiorito chromatique dans la cabalette. Tout y est.”

Res Musica

“Nadie puede destruir a mujeres tan vigorosas como Norma van der Heever – Una violenta e incontenible explosión de ira de la soprano sudafricana Elza van den Heever, encarnando magníficamente a Norma, de Vincenzo Bellini, arrancó delirantes ovaciones del público en el estreno de una nueva producción (la última de la temporada 2017/2018) de la Ópera de Frankfurt.

Elza van den Heever (Johnannesburgo, 1980) es ella misma en la Norma que nos entrega con gran pasión, tanto histriónica como vocalmente, en los niveles más agudos o más oscuros, en las riquísimas coloraturas, en los pianissimos o en los fortíssimos; ningún clon de legendarias sopranos históricas que hicieran celebérrimo este papel, ni siquiera en el timbre, y menos aún en el aria Casta diva.”

Mundo Clásico

“Serata di grazia per cast e orchestra. La Norma di Elza van den Heever domina la scena dall’inizio alla fine con una fisicità potente e magnetica. Impossible staccare lo sguardo dalla sua figura, sia che sieda pensosa su un tavolo sia che spinga spiritata il suo popolo alla guerra e alla strage. In effetti, la riuscita di questa Norma un po’ particolare deve molto alla recitazione della protagonista, così capace di rimandare i sentimenti estremi di una donna che sta crollando sotto il peso dei drammi privati. A tratti potrebbe anche non cantare, i movimenti e gli occhi già trasmettono tutto. Ma fortunatamente canta e restituisce con classe la dignità e le esplosioni emotive di una parte vocalmente complessa e ampia. Casta Diva parte sommessa e poi riempie l’aria di vibrazioni e colori accorati. La sua voce si amalgama bene con quella di Adalgisa, il terzo lato del triangolo amoroso, fin dal duetto del primo atto “Sola, furtiva, al tempio” in cui la giovane scatena l’ira della protagonista rivelandole la sua relazione con Pollione.”

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